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Redonda

Klettergarten Redonda, 5b - 7b
Die wochenlang anhaltende, aussergewöhnlich trockene Witterung im südlichen Nachbarkanton liess uns in den ersten zwei Monaten des Jahres immer wieder durch den Gotthardtunnel fahren. Rund um Bellinzona bieten sich dabei viele, etwas versteckt liegende Felsen für ein genussvolles Klettertraining an. Bei diesen Ausflügen gehört ein kurzer Stopp in der Raststätte Bellinzona zum Pflichtprogramm. Interessanterweise trafen wir dabei fast immer Bekannte an, die ebenfalls zum Klettern unterwegs waren oder mit dem Bike das Tessin erkunden wollten.

Nach genügender oraler Zufuhr von Koffein und nasaler Verabreichung von Nikotin düsten wir weiter zu unserem Lieblingsklettergarten. Die genaue Lage und den Zugang verrate ich an dieser Stelle nicht; im neuesten SAC-Kletterfüher von Glauco Cugini ist dieses Gebiet aber gelistet. Der malerische Zustieg durch sanft geneigte Kastanienwälder sorgte für die nötige Betriebstemperatur. Somit konnten wir nach Erreichen des bequemen Wandfuss direkt mit Klettern loslegen.

Die Routen sind stark strukturiert und extrem griffig, weisen eine ordentliche Länge auf und sind zudem ausgezeichnet abgesichert. Wir begannen eher gemütlich im Bereich 5c/6a und konnten uns so wieder an das Klettern an natürlichen Felsen gewöhnen. Obwohl die Sonne an einem makellos blauen Himmel stand und die Felsen in warme Farbtöne tauchte, schlüpften wir beim Sichern gerne in die wärmende Daunejacke. Für die eigentlichen Aktivitäten am Fels aber herrschten optimale Bedingungen: Der so wichtige "Grip" für die Finger war schlicht perfekt.

Im rechten Wandteil finden sich ein paar ausgezeichnete, leicht überhängende Routen, die durch ihr fantastisches Griffrepertoire für Begeisterung sorgten. Dieser kleine Sektor liegt aber im Tagesverlauf sehr rasch im Schatten und bedingt daher eine gewisse Grundtemeperatur. Insgesamt besuchten wir an vier verschiedenen Tagen im Januar und Februar diesen netten Ort und fanden stets wieder neue Projekte, an denen wir uns austoben konnten. Besten Dank an Stine, Basti und Beat für die tollen Klettertage unter der südlichen Sonne.